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Der Audi V8 D11

Allgemeines

Der Audi V8 Typ D11 wurde von Modelljahr 1989 bis 1994 in einer Stückzahl von ca. 21000 Fahrzeugen gebaut.

Er war bis Modelljar 1992 ausschließlich mit dem 3.6 Liter großem V8-Motor mit 184KW/250PS erhältlich. (Motorkennbuchstabe PT)

Ab Modelljahr 1992 gab es zusätzlich den 4.2 Liter großen und 206KW/280PS starken ABH-Motor zur Auswahl.

Alle Motoren verfügen über 32 Ventile, 4 obenliegende Nockenwellen und werden über eine Bosch Motronic gesteuert. Der V8 3.6 entwickelt sein max. Drehmoment von 340 NM bei 4000 U/min, der V8 4.2 bringt es auf 400 NM.

 

Beide Motoren waren mit Automatikgetriebe sowie Schaltgetriebe erhältlich wobei nur verhältnismäßig wenige Fahrzeuge mit Schaltgetriebe ausgeliefert wurden welche heute besonders begehrt und teurer als vergleichbare Wagen mit Automatikgetriebe sind.

 

Alle Audi V8 verfügen serienmäßig über den permanenten Allradantrieb quattro.

 

Der Grundpreis des Audi V8 lag zur Markteinführung bei etwa 100000 DM.

 

technische Besonderheiten /Vorsprung durch Technik

  • erstes Fahrzeug mit quattro-Antrieb in Verbindung mit Automatikgetriebe
  • neues Motorhaubendesign (Kühlergrill in Haube integriert) war Richtungsweisend für viele spätere Audi-Fahrzeuge (B4/C4 usw...)

Modellpflege

Der Audi V8 bliebt äußerlich von 1989 bis 1994 fast identisch, allerdings gab es technisch und im Innenraum einige Neuerungen, hauptsächlich zum Modelljahr 1992, z.B.:

 

  • ab Modelljahr 1992 gab es neben dem 3.6 PT-Motor auch den 4.2 ABH-Motor
  • ab Modelljahr 1992 gab es bei Fahrzeugen mit manuellem Getriebe anstelle des 5-Gang Schaltgetriebes ein 6-Gang-Schaltgetriebe
  • ab Modelljahr 1992 wurde die unterdruckgesteuerte Klimatronic mit einem Display gegen eine Klimatronic mit Doppeldisplay und Stellmotoren ersetzt, etwa 1 Jahr später wurde auch das Kältemittel R12 gegen R134a getauscht.
  • durch die neue Klimatronic wanderte die Außentemperaturanzeige welche bis dahin Bestandteil des alten Klimabedienteils war in ein Feld im Kombiinstrument
  • ab Modelljahr 1992 wurde ein anderer Bezugsstoff für den Dachhimmel verwendet welche neben einer anderen Optik vor allem den Vorteil bietet daß er im Alter nicht mehr so stark zum "durchhängen" neigt wie bei den Fahrzeugen bis 1992
  • die runden Leseleuchten an den Haltegriffen im Dachbereich wurden gegen rechteckige Exemplare ersetzt
  • der Warnblinklichtschalter im Lenkstockschalter wurde gegen einen Schalter in der Mittelkonsole getauscht

 

Sonderausstattungen

 

Der Audi V8 war als er Mitte 1988 (zum Modelljahr 1989) als Oberklassefahrzeug auf den Markt kam bereits ab Werk sehr gut ausgestattet und verfügte serienmäßig z.B. über Lederausstattung (sofern kein Stoff gewünscht wurde), Sitzheizung vorne, elektrische Fensterheber, elektrisch verstell/beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, Bordcomputer, Auto-Check-System, Klimatronic und vieles mehr...

 

Etwa ein Jahr später wurde ein etwa 15000 Mark günstigerer V8 angeboten welcher ohne Klimaanlage, ohne Automatikgetriebe und Lederausstattung auskam, das bisherige besser  ausgestattete Grundmodell für ca. 102000 Mark bekam den Zusatz "exclusiv".

 

Desweiteren wurde ein Langversion angeboten welche ca. 300 Mal gebaut wurde.

 

 

Als interessante Extras gab es je nach Baujahr unter anderem folgendes:

  • Standheizung
  • Sitzheizung hinten
  • elektrisch verstellbare Vordersitze mit Memory-Funktion die die Einstellungen von 4 verschiedenen Fahrern speichern und abrufen/automatisch einstellen konnte
  • elekrische Außenspiegel mit Bordsteinabsenkung welche den Beifahrerspiegel beim Einlegen der Rückwärts-Fahrstufe automatisch nach unten fuhr und beim Vorwärtsfahren wieder in die ursprüngliche Position
  • elektrisches betätigtes Heckrollo
  • Bose-Soundsystem mit CD-Wechsler und RDS-Radio
  • elektrisch verstellbare Einzelsitze hinten
  • Tempomat
  • elektrisch verstellbare Einzelsitze hinten
  • abnehmbare AHK
  • und vieles mehr

Einen V8 mit "echter Vollausstattung" zu bekommen ist demzufolge ziermlich schwierig.

 

 

 

 

 

 

Kaufberatung

Der Audi V8 ist ein hochwertig und sorgfältig verarbeitetes ausgereiftes Fahrzeug welches auch im Alter nur wenige echte Schwachpunkte erkennen läßt.

 

Prinzipiell sollte man neben den normalen Dingen beim Gebrauchtwagenkauf auf folgendes achten:

 

  • Dichtigkeit des Lenkgetriebes: hier kommt es öfters aufgrund ignorierter defekter Schutzmanschetten zu Undichtigkeiten, der Aus/Einbau des Lenkgetriebes ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse relativ aufwendig
  • das Heckblech rostet bei einigen Fahrzeugen im Bereich der Befestigungen für die Chromzierleisten, ansonsten ist der V8 wenn er nicht jahrelang im Gebirge den langen Wintern mit hoher Streusalzeinwirkung ausgesetzt war was Rost angeht sehr unauffällig. Es gibt heute auch nach über 20 Jahren noch viele Fahrzeuge welche quasi so gut wie rostfrei sind.
  • wenn das Fahrzeug bei der Probefahrt auf schlechten Straßenbelag (z.B. Kopfsteinpflaster) zu Geräuschen im vorderen Achsbereich und evtl. Lenkungsspiel neigt, so können nicht nur die üblichen Verschleißteile wie Fahrwerkslager (unbedenklich da problemlos erneuerbar) die Ursache sein, in wenigen Fällen kam es bei diesem Fahrzeugtyp zu Rißbildung im Bereich der Spritzwand sowie den Radhäusern. Da diese Risse nur mit erheblichen Aufwand (vor allem weil zum instandsetzten/schweißen sehr viel demontiert werden muß) behoben werden können sollte in diesem Fall wenn die entsprechenden Möglichkeiten fehlen (entweder gut gefüllter Geldbeutel für den Fachbetrieb oder exellente Schweiß und Schraubkenntnisse) einem anderen Fahrzeug der Vortritt gelassen werden.

Der Audi V8 ist momentan im Vergleich zu seinem hohen Neupreis als Gebrauchtwagen ein Schnäppchen, es muß aber jedem Interessenten klar sein daß fast jede mögliche Reparatur und auch viele Wartungsarbeiten teuer sind und häufig bereits kleine Beschädigungen aufgrund hoher Ersatzteilpreise den Anschaffungspreis des ganzen Fahrzeuges übersteigen können.

 

Die Ersatzteillage ist angespannt, etliche Neuteile sind bei Hersteller bereits nicht mehr lieferbar so daß bei manchen Reparaturen auf Gebrauchtteile zurückgegriffen werden muß.